Bei Batterien kommt eine Vielzahl an unterschiedlichen chemischen Systemen zum Einsatz. Verschiedene Systeme sind für verschiedene Arten der Nutzung geeignet.

Alkaline Batterien sind Zink-Manganoxid-Zellen und gehören zu den Primärzellen. Es gibt sie in nahezu jeder Bauform. Vorteile sind eine hohe Kapazität, Belastbarkeit und eine längere Lagerzeit. Es ist jedoch zu beachten, dass Alkaline Batterien zum Auslaufen neigen, weshalb diese insbesondere für empfindliche Geräte wie Armbanduhren ungeeignet sind.

Quecksilberoxid-Zink-Batterien waren früher die ersten Knopfzellen, die vor allem für kleine Geräte mit niedrigem Energiebedarf geeignet sind. Mittlerweile gibt es diese Batterien nicht mehr zu kaufen, da diese wegen des hohen Quecksilberanteils nicht nach Europa eingeführt werden dürfen. Als Uhrenbatterien wurden diese durch Silberoxid-Zink-Batterien ersetzt. In Hörgeräten werden eher Zink-Luft-Batterien verwendet, welche zwar eine höhere Energiedichte, jedoch auch eine höhere Selbstentladung besitzen.

Silberoxid-Zink-Batterien sind Primärzellen, die vor allem in Knopfzellenform produziert werden. Ihr Vorgänger, die Quecksilberoxid-Zink-Batterie, enthielt im entladenen Zustand zu viel der gefährlichen Chemikalie Quecksilber.

Bei der Lithium Batterie handelt es sich ebenfalls um eine Primärzelle. Sie steht im ständigen Vergleich mit der Alkaline Batterie. Lithium Batterien halten im Gegensatz zu Alkaline Batterien bei Geräten mit hohem Energieverbrauch wie beispielsweise Kameras deutlich länger. Sie sind jedoch in der Anschaffung auch teurer. Vorteile sind eine geringe Selbstentladung, eine hohe Energiedichte, der weite Temperaturbereich für Lagerung und Betrieb und die Eignung für Geräte mit besonders hohem Energieverbrauch.

Welches chemische System benötigt wird, kann also zumeist erst entschieden werden, wenn der Verwendungszweck für die Batterie bekannt ist.